Pretty Girls

Über das Buch: Es ist mehr als zwanzig Jahre her, als die damals 19-jährige Julia verschwand. Die Familie ist nie über den Verlust hinweggekommen und ihre beiden Schwestern Claire und Lydia haben sich im Strudel der Ereignisse zerstritten…

Claire ist die glamouröse Vorzeige-Frau eines Multi-Millionärs aus Atlanta, Lydia zieht alleine eine Tochter groß und hat sich, nachdem sie ihre lange Drogenkarriere beendete, eine bescheidene Existenz aufgebaut. Als Claires Ehemann getötet wird, bringt dies beide wieder zusammen und reißt zugleich die Wunden wieder auf, die der grauenvolle Verlust hinterlassen hatte.

Was können das Verschwinden einer 19-jährigen und der Mord an einem erfolgreichen Geschäftsmann ein Vierteljahrhundert später miteinander zu tun haben? Die beiden Schwestern raufen sich zusammen und entdecken, dass Claires Mann offensichtlich eine dunkle Seite lebte, die er vor ihr geheim hielt.

Kraftvoll und mitreißend nimmt Karin Slaughter den Leser mit auf eine Reise in die dunklen Abgründe der Gesellschaft. Pretty Girls ist ein in jeder Hinsicht fesselndes Meisterwerk von einer der spannendsten Autorinnen unserer Zeit.

Nervenzerfetzend spannend. Atemberaubend düster. Psychologisch raffiniert. Pretty Girls ist Karin Slaughters erster wahrer Psychothriller. Hier entwickelt sie neue faszinierende Charaktere, deren Ambivalenzen, Erfahrungen und Geheimnisse so spannend sind, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Unter der glatten Oberfläche der Gesellschaft in Georgia tun sich Abgründe auf, die die beiden Anti-Heldinnen erkunden - wobei sie auch in sich selbst Untiefen entdecken, die sie lieber nicht gekannt hätten. Anders als in ihren Grant County- oder Will Trent-Serien entspringt die Suche hier nicht der professionellen Arbeit von Ermittlern, sondern aus den persönlichen Antrieben der Betroffenen - was die psychologische Spannung nur noch zwingender macht. Ein unwiderstehliches Buch für jeden Fan dunkler, psychologischer Kriminalliteratur.

Karin Slaughter im Interview: über das Leben in Georgia und das Sterben durch einen Orgasmus.

Nennen Sie uns fünf Begriffe, die das Buch Pretty Girls am besten beschreiben
Sex. Mord. Schwestern. Angst. Hoffnung.

Sie begeben sich in die Abgründe menschlichen Denkens und Handelns – wie gelingt es Ihnen, sich Taten, Denkweise und Antrieb eines Serienkillers und Vergewaltigers auszumalen und so realistisch zu beschreiben?
Ich bin und war immer der Meinung, dass das wichtigste Werkzeug eines Autors die Empathie ist. Das heißt nicht, dass ich Sympathie für schlechte Menschen empfinde, aber ich versuche zu verstehen, warum sie die Dinge tun, die sie tun. Es gibt für alles einen Grund, dieser Grund ist für mich der Mittelpunkt des Charakters. Dasselbe gilt für die guten Menschen. Menschen haben einen Grund, gut zu sein. Menschen haben einen freien Willen, und manchmal müssen wir mit uns selbst kämpfen, um das Richtige zu tun. Und natürlich ist es auch so, dass wir manchmal glauben, dass etwas diesen Kampf nicht wert ist.

Ein Schauspieler spielt eine Rolle, die er nach Drehschluss wieder ablegen kann. Wie ist es für Sie als Autorin? Machen Sie auch irgendwann Feierabend, trinken ein Glas Wein und essen einen Teller Pasta, wenn Sie kurz zuvor noch eine brutale Folterszene beschrieben haben? Oder fällt es Ihnen schwer, während des Schreibprozesses ein »normales« Leben zu führen?
Ich sehe mich als drei unterschiedliche Personen - diejenige, die Bücher schreibt, diejenige, die sie bewirbt und dann mein normales Jeden-Tag-Ich, das in seinem Pyjama da sitzt und zu viele Cupcakes isst. Das bedeutet nicht, dass mir nicht ständig irgendwelche Geschichten im Kopf herumschwirren, aber manchmal sind diese Geschichten vordergründiger und manchmal eher im Hintergrund. Natürlich ist mir dabei die Person am liebsten, die sich ein paar Wochen in die Einsamkeit der Berge zurückzieht und sich ganz aufs Schreiben konzentriert. Das ist meine größte Leidenschaft, mein Raison d’être.

Aber heutzutage (und eigentlich zu jeder Zeit), müssen Autoren, die vom Schreiben leben wollen, an die Öffentlichkeit treten und für sich selbst Werbung machen. Ich fühle mich geehrt, dass meine Verlage mich bitten, meine Leser persönlich kennenzulernen. Deshalb versuche ich auf Lesereisen zu gehen, wann immer es möglich ist. Facebook ist auch ein guter Weg, um mit Lesern ins Gespräch zu kommen. Und ganz ehrlich: Ich liebe es, mit meinen Lesern in Kontakt zu treten, denn sie haben viel Ähnlichkeit mit mir: Sie sind introvertiert und sprechen gerne über Bücher. Bleibt also die dritte Person, mein Jeden-Tag-Ich, das ein ganz normales Leben führt - einkaufen gehen, mit den Katzen spielen, lesen. Wenn ich eine Schreibsitzung beendet habe, ist es nicht besonders schwierig, wieder diese Person zu sein. Klar, die Geschichten bleiben trotzdem in meinem Kopf, aber ich kann es mit einem Chirurgen vergleichen: Er steckt mit den Händen tief im Inneren des Patienten, und danach geht er nach Hause und unterhält sich mit seiner Frau darüber, welche Stauden sie im Frühjahr pflanzen. Schreiben ist mein Job. Es ist ein Job, den ich liebe und den ich bis in alle Ewigkeit machen möchte, aber es ist und bleibt ein Job.

Gewalt gegen Frauen ist ein dominantes Thema in Ihren Büchern. Womit hängt es Ihrer Meinung nach zusammen, dass etwas Schönes wie Sexualität von manchen Männern als Waffe und Mordwerkzeug missbraucht wird?
Merkwürdig, ich werde nie auf die Morde an Männern angesprochen. Dabei bringe ich ungefähr die gleiche Anzahl Männer und Frauen um, wenn man genau zählt. Wahrscheinlich fühlt sich Gewalt gegen Frauen echter an, weil wir uns an den Gedanken gewöhnt haben, dass Frauen eher zu Opfern werden als Männer. (Was zumindest in den USA nicht stimmt. Dort sterben mehr Männer als Frauen eines gewaltsamen Todes.)

Ich glaube auch, dass jedes Mal, wenn Sex ein Teil des Verbrechens ist, das Gefühl der Hilflosigkeit stärker wird. Wenn man diese beiden Dinge miteinander kombiniert, hat man schnell eine Person, die einem sehr leid tut - eine hilflose Frau. Ein Kontrast könnte Lisbeth Salander in Stieg Larssons Millennium-Serie sein. Wirkt sie wie ein Opfer? Ja oder Nein? Ist das so, weil sie von einem Mann erdacht wurde? Ist das so, weil sie fast wie eine Superheldin beschrieben ist? Ich behaupte nicht, dass ich eine Antwort auf diese Fragen habe, aber ich glaube, dass es wichtig ist, diese Fragen zu stellen.

Wenn man Ihre Bücher gelesen hat, vergeht einem die Lust, in Georgia Urlaub zu machen. Können Sie mich trotzdem überzeugen, ein Ticket nach Atlanta zu buchen?
Oh, genau so denke ich über Deutschland! Wenn ich an den Typen denke, der eine Anzeige aufgegeben hat, weil er einen Kannibalen gesucht hat, und der Mann, der ihn beim Wort genommen hat - igitt. Oder Herr Fritzl in Österreich, was ganz nah an Deutschland liegt, viel zu nah für meinen Geschmack! Vielleicht würde Sie ein Besuch in Atlanta reizen, wenn ich sage, dass hier auch sehr nette Deutsche wohnen und dass das Wiener Schnitzel großartig schmeckt?

Ihre Bücher spielen alle in Georgia. Was bedeutet dieser Bundesstaat für Sie? Was ist so speziell an Georgia?
Ich bin hier aufgewachsen, und ich finde es großartig, dass ich aus den Südstaaten stamme - die Geschichte (sowohl die gute als auch die schlechte), die Menschen hier, das Empfinden, zu seiner Fehlbarkeit zu stehen - hier ist die einzige Region, die zugibt, jemals einen Krieg verloren zu haben. Wenn ich schreibe, habe ich das Gefühl, ich muss den Leser über diese Gegend hier informieren, weil es so viele Fehlurteile über den Süden gibt. Komischerweise sind es gar nicht mal die Ausländer, die verächtlich reagieren und glauben, dass wir alle wie Scarlett O’Hara sprechen und jeden Abend Mint Juleps auf der Veranda trinken. Es sind eher die Amerikaner im Norden, die mehr Infos über die Südstaaten gebrauchen können. Jahrelang sind wir in Filmen und in der Literatur stereotyp dargestellt worden, obwohl einige der großartigsten Autoren aus dem Süden stammen: O’Connor, Faulkner, Dickey. Die Menschen hier wissen einfach, wie man eine gute Story erzählt. Man kann nicht mal nach dem Weg fragen, ohne eine blumige Beschreibung zu erhalten: › Biegen Sie an dem großen gelben Haus links ab, aber betreten Sie nicht den Rasen, die Besitzerin ist gemein wie eine Schlange. Dann rechts, wo die alte Bulldogge auf der Veranda sitzt. Er wird Ihnen erlauben, sie zu streicheln, aber gehen Sie sicher, dass Sie nichts Orangefarbenes tragen, sonst glaubt er noch, dass Sie aus Alabama stammen…‹

Wie haben Sie für PRETTY GIRLS recherchiert?
Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich mit Agenten, Wissenschaftlern, Ärzten und Technikern vom Georgia Bureau of Investigation in Kontakt stehe. Sie haben mir bereitwillig die korrekten Abläufe erklärt, vermutlich, weil es etwas bitter für sie ist, dass man immer denkt, dass eine DNA jedes Verbrechen aufklären kann und am Tatort immer ein Beweis hinterlassen wird. Tatsächlich ist das nicht so. Ich war überrascht zu hören, dass Einbruch das Verbrechen ist, das am häufigsten über die DNA aufgeklärt wird. Weil Einbrecher so dumm sind, deine Milch im Haus zu trinken, deinen Lippenbalsam zu benutzen und so ihre DNA hinterlassen. Ich habe auch Kontakt zu einem Notarzt in Texas, der sehr viel über Medizin weiß, er ist ein wunderbarer Lehrer. Ich muss sagen, dass alle Personen, mit denen ich im Laufe der Jahre gesprochen habe, ausnehmend großzügig waren, sowohl mit ihren Geschichten als auch mit ihrer Zeit.

Was gefällt Ihnen persönlich am besten in PRETTY GIRLS?
Ich mochte es sehr, dass ich das Verbrechen aus einem anderen Blickwinkel erzählen konnte. Normalerweise schreibe ich aus der Sicht des Ermittlers, deshalb war es eine echte Herausforderung, diesen Blickwinkel aufzugeben und trotzdem die Spannung und die Glaubwürdigkeit zu erhalten. Ich wollte Lydia und Claire nicht als 'zwei kämpferische Mädels, die ein Verbrechen lösen' positionieren. Ich wollte, dass sie sich wie zwei reale Personen anfühlen und auf diese Weise auch ihre Entscheidungen treffen.

Welche Person steht für Sie im Mittelpunkt von PRETTY GIRLS, oder welche mögen Sie am liebsten?
Ich wusste von Anfang an, dass Sam das Herz des Buches sein würde. Er hat einige Eigenschaften meines Vaters, obwohl ich ziemlich sicher bin: Wenn meinen Schwestern oder mir etwas passieren würde, würde Dad ohne lange zu fackeln zur Waffe greifen.

Ihre Protagonisten sind so glaubhaft. Basieren sie auf realen Personen in Ihrem Leben?
Claire hat etwas Ähnlichkeit mit mir, weil sie die jüngste ist und ich glaube, dass die jüngsten Geschwister häufig etwas verschlossen sind. Ich muss zugeben, dass ich Dinge gern kategorisiere und beschrifte, zum Beispiel wie man den Außenhahn für den Winter entwässert oder welcher Schalter für welches Licht ist. Dieser Charakterzug von mir findet sich in Paul wieder. Ich finde einige der verrückten Sprüche von Lydia großartig, und ich musste viel bei meinen Freundinnen abkupfern, um Einblick in ihr Leben mit den anderen Müttern zu gewinnen. Das war für mich unbekanntes Territorium. Ich habe für die Recherche viele Mami-Blogs gelesen, aber ich musste vorsichtig sein, denn einige dieser Frauen klingen, als ob sie nur einen Schreianfall von Mord oder Selbstmord entfernt sind. Manche scheinen ihre Ehemänner wirklich zu hassen, und darüber wollte ich nicht schreiben. Ich wollte, dass Lydias Freund Rick als wirklich guter Typ wahrgenommen wird und der Leser über ihn denkt. › Ja, es macht Sinn, dass Lydia, die all die guten Eigenschaften von Sam kennt, bevor Julia verschwand, mit einem Kerl endet, der wie ihr Dad ist.‹

Thriller sind sehr beliebt auf dem Buchmarkt. Wie erklären Sie sich den riesigen Erfolg?
Ich glaube, dass es dafür zwei Gründe gibt. Zum einen sind Thrillerautoren sehr gut darin, Geschichten zu erzählen. Am Anfang muss etwas geschehen, und am Ende muss es eine vernünftige Auflösung geben. Das klingt nicht überraschend, aber wenn man viele Bücher liest, die keine Thriller sind, wird man verstehen, was ich meine. Der zweite Grund ist, dass ein Thriller häufig ein Teil einer Serie ist, und dadurch bekommen Leser das Gefühl, dass sie tief in die Leben der Protagonisten eintauchen. Ich zum Beispiel kann es kaum erwarten, dass der neueste Jack Reacher herauskommt. Ich freue mich zu lesen, wie es mit Harry Bosch weitergeht. Ich bin gespannt, was Havers und Lynley im nächsten Fall machen. Sie alle sind nicht nur Charaktere in einem Buch, sondern Teil meines Lebens. Oh, und vielleicht sollte ich noch einen dritten Grund hinzufügen: Ohne den kleinsten Hintergedanken zu haben, kann ich sagen, dass die Leser von Thrillern die schlausten und attraktivsten Leser überhaupt sind!

Was unterscheidet die Arbeit an einem Stand-alone wie Pretty Girls und die Arbeit an einer Buchreihe? Fällt es Ihnen schwer, von den Figuren Abschied zu nehmen?
Zuerst mal: Ich verabschiede mich nicht von meinen bisherigen Protagonisten. Will Trent wird bald wieder in Kept Woman auftauchen, und Sara, Faith und Amanda sind mit von der Partie. Und auch Angie, was niemanden glücklich macht (was typisch für Angie ist). Pretty Girls ist das erste Buch, in dem nicht der Cop, also der Ermittler, die Geschichte erzählt. Man glaubt gar nicht, was das für ein wichtiger Aspekt ist. Aber für mich war es unglaublich anders zu schreiben, verglichen mit Will Trents Blickwinkel. Mit einem Ermittler hat man einen Grund, ein Verbrechen zu untersuchen, mit Zeugen zu sprechen, Verdächtige zu befragen usw. Hat man diesen Ermittler nicht, muss man sich andere Wege ausdenken, um die Charaktere in den Mittelpunkt der Handlung zu rücken. In Pretty Girls werden die Schwestern Claire und Lydia in dieses Verbrechen hineingesogen, das sehr linear aufgebaut ist. Die Entscheidungen, die sie treffen, wie sie sich in einer Position des Ermittelns wiederfinden und was passiert ist, mussten nicht nur glaubhaft, sondern auch verständlich sein.

Glauben Sie, dass die Menschheit grundsätzlich »böse« ist und wir nur unsere dunkle Seite unterdrücken? Oder meinen Sie, dass es Menschen gibt, die ausschließlich »gut« sind und nie im Stande wären, jemandem etwas anzutun/ein Verbrechen zu begehen?
Das ist eine »Anlage und Umwelt«-Frage, stimmt’s? Darauf hat niemand eine eindeutige Antwort, aber ich tippe mal, es liegt bei 50/50. Es gibt fabelhaft funktionierende Psychopathen, die niemals ein Verbrechen begehen, aber einfach grässlich in ihrem professionellen und privaten Leben sind. Und dann gibt es auch sehr gute Menschen, die sich in sehr schlechten Situationen wiederfinden und dumme Fehler begehen, die zu schrecklichen Dingen führen. Es gibt Menschen, die drogen- und alkoholabhängig sind und dadurch auf den falschen Weg geraten. Ich glaube auch, dass manche Menschen mit einem Defekt geboren werden, der sie letztendlich dazu bringt, furchtbare Dinge zu tun, aber ich würde sie nicht als grundsätzlich böse bezeichnen. Ich halte das für eine Prädisposition oder eine mentale Erkrankung.

Wie ich schon oben erwähnte, glaube ich, dass jeder schlechten Tat eine Erklärung zugrunde liegt. Bei den entsetzlichsten Mordfällen hat diese Erklärung häufig etwas mit einer mentalen Erkrankung zu tun. Es ist ja bekannt, dass sich in den USA in der letzten Zeit mehrere Schieß-Massaker ereignet haben, und jeder dieser Täter war geisteskrank. Es gibt viele Arten von Studien über Insassen in den Todeszellen, die beweisen, dass die Mehrheit dieser Täter eine Schädigung des Frontallappens hat. (Im Frontallappen des Gehirns ist unsere Impulskontrolle verankert.)

Kann man eine Person als böse bezeichnen, wenn der Grund für ihre unkontrollierte Impulsivität darin liegt, dass sie als Kind ständig auf den Kopf geschlagen wurde? Kann man jemanden böse nennen, wenn er schizophren ist? Ich will damit nicht sagen, dass Menschen, die entsetzliche Verbrechen begehen, nicht die größtmögliche Strafe erhalten sollen (denn das sollen sie), aber ich glaube fest daran, dass wir viele dieser Tragödien vermeiden könnten, wenn wir mehr über mentale Erkrankungen wüssten, Ressourcen bereitstellen würden, um sie zu behandeln und zu vermeiden, dass sie eskalieren. Unglücklicherweise sind die Amerikaner, wie die meisten Menschen, eher dafür, Geld für Bestrafung als für die Vermeidung von Verbrechen auszugeben.

Woher bekommen Sie Ihre Inspiration? Sind Ihre Bücher ausschließlich fiktiv, oder gibt es darin Elemente, die auf wahren Begebenheiten beruhen?
Bei den meisten Büchern habe ich keine Ahnung, woher die Inspiration kommt. Grundsätzlich ist es ein »Was, wenn«-Moment. Was, wenn Will Trent beauftragt wäre, in diesem Verbrechen zu ermitteln? Was, wenn Sara Linton diese Autopsie durchführen müsste? Es inspiriert mich, Antworten auf diese »Was, wenn- Fragen« zu finden. Obwohl ich Zugang zu wahren Kriminalfällen habe, übernehme ich sie nie in Gänze für ein Buch. Ich rufe mir immer in Erinnerung, dass diese Verbrechen an realen Personen verübt wurden. Diese Tatsache muss ich respektieren, nicht ausbeuten. Also nehme ich Bruchstücke und Details von verschiedenen Fällen und mische sie zusammen. Es gibt nichts, was sich ein Autor ausdenken könnte, das nicht bereits im echten Leben passiert ist - normalerweise nur noch entsetzlicher.

Wenn Sie es sich aussuchen könnten - auf welche Art und Weise würden Sie am liebsten sterben?
Durch einen Orgasmus kurz bevor er vorbei ist.

Tote Blumen

Das Grauen beginnt, wenn der Tag zu Ende geht. Julia Carroll ist ein Glückskind. Sie ist schön, eine begabte Studentin, eine wunderbare Tochter und Schwester. Sie arbeitet ehrenamtlich mit obdachlosen Frauen.